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Ratgeber: IP‑Umstellung & Anbieter­wechsel

Fragen, die wir im Laden immer wieder hören – beantwortet von Achim Feurer.

Rund um die IP‑Umstellung

Funktionieren EC-Kartengeräte nach der IP-Umstellung noch?

War Ihr EC-Kartengerät bisher an einem analogen oder ISDN-Anschluss (S0) Ihrer Telefonanlage angeschlossen, wird es nach der Umstellung sehr wahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Viele neuere Geräte sind aber sogenannte Hybridgeräte mit Telefon- und Netzwerkanschluss (zu erkennen an der Geräteunterseite). Diese werden dann per Netzwerkkabel angeschlossen und im Menü umgestellt – die Hotline Ihres Zahlungsdienstleisters hilft dabei.

Was ist mit Alarm- und Brandmeldeanlagen?

Anlagen, die auf eine Notrufzentrale aufgeschaltet sind, nutzen häufig einen ISDN-Dienst. Fällt dieser weg, kann ein Alarm ausgelöst werden. Unsere Empfehlung: Fragen Sie vorab bei Ihrem Dienstleister nach, ob die Anlage für den IP-Anschluss geeignet ist. Oft lässt sie sich mit einem Nachrüstmodul weiterbetreiben.

Kann ich mich noch auf mein Faxgerät verlassen?

Leider nur bedingt. Viele Anbieter unterstützen das Fax-Protokoll am IP-Anschluss nicht mehr zuverlässig. Ihr Gerät meldet dann womöglich „gesendet“, obwohl nicht alle Seiten angekommen sind – je mehr Seiten, desto größer das Risiko. Es hilft, die niedrigste Übertragungsgeschwindigkeit zu wählen, die Fehlerkorrektur abzuschalten und Seiten einzeln zu senden. Ganz vermeiden lassen sich Fehler damit aber nicht.

Brauche ich nach der IP-Umstellung eine neue Telefonanlage?

Nicht zwingend. Eine ältere ISDN-Anlage lässt sich über ein sogenanntes VoIP-Gateway weiter betreiben – das ist die günstigste Lösung. Allerdings „denkt“ die alte Anlage weiterhin, sie hänge an ISDN, und manche Funktionen (etwa die Rufumleitung aufs Handy) gehen dann nicht mehr wie gewohnt.

Unsere Empfehlung: Wenn Sie wenig telefonieren und kaum Funktionen brauchen, reicht ein Gateway. Allen anderen raten wir zu einer modernen IP-Telefonanlage – sie spart im Alltag Zeit und bietet deutlich mehr Komfort. Ob und welche Ihrer vorhandenen Telefone weiter genutzt werden können, klären wir gern mit Ihnen.

Was muss ich bei einem Anbieterwechsel beachten?

Klären Sie vorher, wer bei Störungen zuständig ist. Gerade günstige Anbieter mieten die Leitung oft nur an. Achten Sie darauf, am Ende nur einen Ansprechpartner zu haben, buchen Sie bei Bedarf einen schnelleren Entstörservice und klären Sie, was passiert, wenn die vereinbarte Entstörzeit nicht eingehalten wird.

Soll ich meinen alten Vertrag selbst kündigen?

Nein! Lassen Sie Ihren neuen Anbieter in Ihrem Namen kündigen – dafür gibt es beim Vertragsabschluss in der Regel ein Formular. So vermeiden Sie Probleme bei der Mitnahme Ihrer Rufnummern, die sonst zu einem längeren Ausfall führen können, bei dem nicht einmal Rufumleitungen möglich sind.

Wie halte ich den Ausfall am Umstellungstag gering?

Bestehen Sie nach Möglichkeit auf einem Umstellungstag, der Ihnen passt – etwa einem ruhigeren Freitag. Rechnen Sie damit, dass Ihre Nummern einige Stunden nicht erreichbar sein können. Und informieren Sie Ihre wichtigsten Kunden vorab über eine Handynummer für Notfälle.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns einfach an – wir erklären es Ihnen gern persönlich.